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55+ CH-Meister

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55+ Schweizermeister TC Froburg: (hinten/oben, von links nach rechts) Hans Huber, Mathias Funk, Hannes Schindler, Martin Gloor und Michael Rasche, vorne die Gegner aus Morbio, u.a. mit der Weltnummer 4 bei den Veteranen, Miguel Mir Rodon (2. von rechts)

 

Was für ein Kraftakt, welch eine Spitzenleistung: Die Ü55 des TC Froburg ist Schweizer Meister 2015. Bereits zum dritten Mal hintereinander spielte sich die Mannschaft um Teamcaptain Johannes Schindler ins Finale – dieses Mal im Schlussakt endlich belohnt mit dem Titelgewinn. Es zahlte sich aus, dass das Team über vier Jahre zusammengewachsen ist.

Mathias Funk und Johannes Schindler erfolgreich im Einzel
In Burgdorf, auf neutralem Terrain, musste sich der TC Froburg erneut Morbio Inferiore aus dem Tessin stellen, das schon Gegner in der Gruppenphase gewesen war. Entsprechend des Vorrundenergebnisses von 3:3 wurde schon vor dem Wiedersehen klar – das wird eng. Und so kam es auch: Die ersten beiden Einzel von Hans Huber und Michael Rasche gingen klar verloren mit 0:6, 0:6 und 1:6, 5:7, die folgenden beiden Einzel wurden dafür von Mathias Funk und Johannes Schindler deutlich gewonnen mit 6:1, 6:0 und 6:3, 6:0. Die Doppel mussten entscheiden. Das zweitgesetzte Team Johannes Schindler/ Martin Gloor gegen Renato Fontana/ Pierangelo Gallivanoni gewann wie erwartet souverän in zwei Sätzen mit 6:3 und 6:2, so dass aufgrund der Gesamtkonstellation in der anderen Partie nur noch ein Satz nötig war, um den Meistertitel einzufahren.

Rasche / Funk: entscheidenden Satz im Doppel

Im ersten Satz waren Michael Rasche und Mathias Funk schon kurz davor. Doch Miguel Mir Rodon und Primo Veneri konnten den Tie Break für sich entscheiden. Im zweiten Satz dann nahmen die Froburger richtig Fahrt auf und lagen schnell mit zwei Breaks vorne. Eine kleine Gruppe mitgereister Club- und Familienangehöriger gab gegenüber Morbio derweil auch auf den Zuschauerrängen den Ton an. Nach Rebreak schien es noch einmal eng zu werden. Doch letztlich verdient ging dieser Durchgang mit 7:5 an Rasche/ Funk. Der dritte Satz wurde nur noch als Tie Break ausgespielt, den die Tessiner für sich entschieden.

Kräfteakt über Gruppensieg und Halbfinale
„Wir wollten den Titel holen, dennoch war es eine kleine Überraschung. Umso grösser ist jetzt unsere Freude“, befand anschliessend Johannes Schindler. Der Teamcaptain hatte Beachtliches auf die Beine gestellt, denn zu Beginn der Saison war keineswegs abzusehen gewesen, ob tatsächlich eine schlagkräftige Mannschaft an den Start gehen könnte. Seine grosse Leistung, die Mannschaft zusammenzuhalten, war die Basis des Erfolgs. „Bis ins Finale sind es fünf Wochenenden, da hat nicht immer jeder Zeit. Wir mussten uns zusammenraufen“, beschreibt Schindler die Ausgangslage. Es gelang, und in der Folge zeigten sich als besondere Trümpfe des TC Froburg die mannschaftliche Geschlossenheit und die Ausgeglichenheit des Kaders. „Wir sind alle ungefähr auf einem Niveau, während es in anderen Teams ein stärkeres Leistungsgefälle gibt. Und unsere Doppel sind seit Jahren eingespielt“, erklärte Schindler.
In der Gruppenphase hatte sich der TC Froburg durch Tabellenplatz eins fürs Weiterkommen qualifiziert. Im Halbfinale setzte sich das Team knapp mit zwei Sätzen Vorsprung gegen Nyon durch.

Zauberhafte Ballwechsel auf hohem Niveau
Wer glaubte, bloss ein paar alte Männer unterdurchschnittliches Tennis spielen zu sehen, wurde eines Besseren belehrt: Gerade im Doppel zeigte sich, wie reaktionsschnell, variabel und taktisch clever einige der besten Veteranen Europas unterwegs sind. Besonders der im Vorfeld gefürchtete Miguel Mir Rodon auf Seiten des Gegners zeigte, warum er die Nummer 4 der Weltrangliste der Veteranen ist. Er erlief Bälle, die nicht zu erreichen schienen. Der TC Froburg im Gegenzug konnte auf die beiden Deutschen Meister im Doppel bauen. Kaum jemand hatte Rodon in den letzten Jahren einen Satz abnehmen können. Sie schafften es. Vor allem zahlte sich auch die Erfahrung von Mannschaftsführer Johannes Schindler aus, der in der Vergangenheit bereits dreimal Schweizer Meister der Veteranen im Einzel wurde, zuletzt 2013 vor zwei Jahren. Seinen ersten Mannschaftstitel sicherte er sich bereits als Ü35-Spieler, schon damals im Verbund mit Martin Gloor. Langjährige gemeinsame Erfahrung, die sich ausgezahlt hat.

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