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ITF Men’s Future 2016 im Tennis-Center Trimbach

Spitzentennis am ITF Trimbach – Jeden Tag im ersten Block ab 13.30 Uhr und im zweiten Block ab 17 Uhr. Die letzten drei Matches des Tages beginnen nicht vor 18 Uhr.


 

Turniersieger des ITF Men’s Future Trimbach 2016 im Einzel ist

Daniil Medvedev (RUS)

Der 20-jährige siegte im Finale deutlich gegen Adrien Bossel (SUI) mit 6:1 und 6:3.
Herzlichen Glückwunsch!

Den Titel im Doppel haben Uladzimir Ignatik (BLR) / Adrian Sikora (SVK) gewonnen
gegen Johannes Haerteis (GER) / Kevin Krawietz (GER) mit 6:4, 5:7 und 10:7.
Gratulation!


 

20.02.2016

Daniil Medvedev sichert sich den Titel am ITF Men’s Future Trimbach 2016 in

einem einseitigen Finale

Der 20-jährige Russe Daniil Medvedev bestätigte seinen Ruf als Schreck der Schweizer durch drei Siege in Folge gegen eidgenössische Spieler.

Erst musste im Viertelfinale Turnierfavorit Henri Laaksonen dran glauben, dann im Halbfinale Schweizermeister Yann Marti und im Endspiel auch noch Adrien Bossel. Dieser erwischte einen rabenschwarzen Tag. Was dem Schweizer an Fehlern unterlief, war haarsträubend. Seine Bälle gingen serienweise ins Aus oder ins Netz. Dabei war längst nicht jeder Fehlschlag erzwungen. Oftmals bewegte er sich schlecht und stand ungünstig zum Ball. Seine Körpersprache signalisierte früh: ‚Ich glaube nicht an meine Chance‘.

Daniil Medvedev musste deshalb nicht an seine Grenzen gehen. Dennoch unterstrich der Russe, dass er etwas vorhat in seiner noch jungen Karriere. Der erst 20-jährige schien fast unterfordert und übte mit hartem Aufschlag und dominantem Spiel von der Grundlinie den nötigen Druck aus, um seinem Gegenüber die Hoffnung zu nehmen. Medvedev gewann mit 6:1, 6:3 und holte sich den verdienten Turniersieg am ITF Men’s Future Trimbach 2016.


 

19.02.2016

Wird Adrien Bossel im Finalspiel das nächste Opfer des Schweiz-Schockers?

Jetzt hat er schon zwei Schweizer Hoffnungsträger auf dem Gewissen: Der erst 20-jährige Daniil Medvedev schlug im Viertelfinale des ITF Trimbach als Aussenseiter erst Davis Cup-Spieler Henri Laaksonen und dann im Halbfinale bezwang er Yann Marti. Der Schweizer Finalist Adrien Bossel braucht im Endspiel also eine Bestleistung.

Der Einzelwettbewerb brachte zwei ganz unterschiedliche Halbfinals hervor. Das Mitglied des Davis Cup-Teams, Adrien Bossel, schaffte den Sprung ins Finale. Der Spieler der Nationalliga A-Mannschaft von Trimbach, Yann Marti, verpasste dagegen das Match um den Turniersieg. Das Finale um den Titel am ITF Trimbach bestreiten Daniil Medvedev (RUS) und Adrien Bossel um 14 Uhr.

Zuvor gewann in einem engen Doppelfinale zwischen Uladzimir Ignatik (BLR)/ Adrian Sikora (SVK) und Johannes Haerteis (GER)/ Kevin Krawietz(GER) das osteuropäische Duo. Ignatik und Sikora schlugen die beiden Deutschen mit 6:4, 5:7 und 10:7 und holten sich damit den diesjährigen Titel im Doppel am ITF Men’s Future Trimbach 2016.

Trotz 400 Weltranglistenplätzen Unterschied zwischen dem favorisierten Schweizer Adrien Bossel und dem Niederländer Niels Lootsma ergab sich im Einzelwettbewerb eine ausgeglichene Partie. Der Aussenseiter setzte immer wieder gewinnbringend seine schärfste Waffe ein, seinen wuchtigen Aufschlag. Allein acht Asse gelangen ihm im ersten Durchgang. Der Tie Break des ersten Satzes ging an Adrien Bossel (7:6). Im zweiten Satz kippte das Spiel völlig zugunsten von Gegner Lootsma. Die Aufschlagquote des Schweizers hingegen war unterirdisch und wenn der zweite Aufschlag kam, gewann er gerade einmal 22% der Punkte. Der Satz war schnell beendet mit 1:6 aus seiner Sicht.

Adrien Bossel schlägt den Aufschlag-Champion

Im dritten Satz fing sich Bossel wieder und konnte diesen ausgeglichen gestalten. Ausgerechnet zum Schluss hin, beim Stand von 6:5 für den Schweizer, passierten dem starken Aufschläger Lootsma zwei Doppelfehler hintereinander, die Bossel die ersten Matchbälle bescherten. Der Niederländer konnte die Gefahr noch einmal abwehren. Ein Ass zur rechten Zeit brachte ihn in den Tie Break.

Dieser gestaltete sich ausgeglichen. Dennoch ergab sich wenig Spielfluss. Beide Kontrahenten waren darauf fokussiert, den Punkt schnell abzuschliessen und forcierten dies häufig per Serve-and-Volley. Durch 6:5 ergab sich für Lootsma ein eigener Matchball. Bossel glich allerdings aus, 6:6. Danach wieder Matchball für den Niederländer. Ausgerechnet in diesem Schlüsselmoment unterlief Lootsma wieder ein folgenschwerer Doppelfehler. Ausgleich.

Als ebenso folgenschwer erwies sich die darauffolgende Schiedsrichterentscheidung: Einen Rückhandball cross des Linkshänders Bossel sah der Referee im Feld. Ein Raunen ging durchs skeptische Publikum. Lootsma protestierte sofort. Der Schiedsrichter deutete vom Stuhl aus an, es sei knapp gewesen, Lootsma keilte zurück: „Das war nicht knapp, das war deutlich, der Ball war aus.“ Ein Schlag des Niederländers hinter die Linie bescherte Adrien Bossel daraufhin den Finaleinzug. Mit einem gefährlich scharfen Schlägerwurf über die Tribüne hinweg und klarem Vorwurf an den Schiedsrichter – „Das ist Dein Verschulden“ – trat Lootsma ab.

Das zweite Halbfinale zwischen Daniil Medvedev aus Russland und Schweizermeister Yann Marti hatte ganz anderen Charakter als die erste Einzelpartie und lebte viel von den Powerduellen an der Grundlinie.

Yann Marti kommt zu spät in die Gänge

Yann Marti agierte im zweiten Satz druckvoll - Dennoch reichte es nicht für den Finaleinzug. ITF Future Trimbach 2016

Yann Marti agierte im zweiten Satz druckvoll. Dennoch reichte es nicht für den Finaleinzug am ITF Future Trimbach 2016

Die Partie begann denkbar schlecht für Yann Marti, da er sofort ein Break hinnehmen musste. Der Schweizer wirkte etwas müde, während der in der Weltrangliste besser platzierte Daniil Medvedev darauf zu brennen schien, die Gunst der Stunde zu nutzen. Symptomatisch, dass Medvedev seinen ersten Service zu null über die Bühne brachte, Marti hingegen auch im nächsten Spiel in der Luft hing, drei Doppelfehler zustande brachte und wieder Breakbälle gegen sich hatte. Dieses Mal aber würgte er sich doch noch zum Spielgewinn. Der Durchbruch war das nicht. Medvedev agierte von der Grundlinie unglaublich druckvoll, breakte schliesslich ein weiteres Mal zum 5:2 aus seiner Sicht und der Satz war gelaufen.

Anfang des zweiten Satzes liess sich Marti hängen. Kein Aufbäumen, kein emotionaler Ausbruch wie man es sonst von ihm kennt, wenn es schlecht läuft. So geriet er abermals in Rückstand. Doch dann veränderte sich etwas. Dem Schweizermeister gelang aus dem Nichts das Re-Break. Martis Körpersprache wandelte sich. Er ging die Ballwechsel aggressiver an, erzwang Fehler und plötzlich lief es. Das Momentum hatte gewechselt. Medvedev schaute ein ums andere Mal konsterniert zu seinem Trainer auf. Marti gewann vier Spiele in Folge und entschied den Satz klar für sich mit 6:3.

Anfang des dritten Satzes befand sich das Match in seiner stärksten Phase. Intensive Grundlinienduelle forderten den Kontrahenten alles ab. Urplötzlich schwächelte Marti aber wieder und Medvedev schaffte das Break zum 3:1. Der Schweizer kämpfte zwar noch einmal um seine Chance, doch es war zu spät. Durch 6:3 im dritten Satz zog Medvedev verdient ins Finale ein.


 

18.02.2016

Aufschlag-Riese stört den Tag der Schweizer

Favorit Henri Laaksonen scheitert am Turnier in Trimbach

Raphael Wermelinger, Oltner Tagblatt

Am ITF-Future-Turnier in Trimbach war gestern der Tag der Viertelfinals. Zum Tag der Schweizer wurde dieser aber nicht. Ausgerechnet Henri Laaksonen, der als Nummer eins gesetzte Turnierfavorit, musste die Segel frühzeitig streichen. Dafür hielten Yann Marti und Adrien Bossel die Schweizer Farben hoch und zogen in die Runde der letzten vier ein.

2016_OT_19Feb_Laaksonen_scheitertHenri Laaksonen wird in der aktuellen ATP-Weltrangliste auf dem 176. Platz aufgeführt. Damit ist er der mit Abstand bestklassierte Spieler, der in Trimbach auf die Titeljagd ging. So spielte sich Laaksonen denn auch souverän und ohne Satzverlust in die Viertelfinals. Dort wartete gestern mit dem Zwei-Meter-Hünen Daniil Medvedev aber ein harter Brocken. Laaksonen holte sich den ersten Satz dank des Breaks zum zwischenzeitlichen 4:2 mit 6:3. Im zweiten Satz drehte Medvedev dann aber deutlich auf. Die grösste Waffe des Russen: der Service. Waren die Aufschläge der Nummer sechs des Turniers anfangs noch «nur» knallhart, kam im zweiten Durchgang auch noch die nötige Präzision
hinzu. Medvedev brachte seine Aufschlagsspiele in der Folge jeweils ohne grosse Probleme durch, während Laaksonen auf der anderen Seite bei eigenem Service vermehrt Mühe bekundete. Der Schweizer kassierte im zweiten Satz früh das Break zum 1:3 aus seiner Sicht. Dies war bereits die Entscheidung, denn Medvedev liess bei eigenem Aufschlag nichts mehr anbrennen.

Unverändertes Bild im entscheidenden dritten Satz: Laaksonen brachte sein erstes Aufschlagsspiel mit Ach und Krach durch, musste bereits wieder Breakbälle abwehren. Medvedev dagegen knallte Laaksonen die Services regelrecht um die Ohren und holte sich das folgende Game locker zu null. Der Schweizer wankte nicht nur beim Aufschlag, sondern leistete sich nun auch aus dem Spiel heraus immer mehr unerzwungene Fehler. Die Folgen: Medvedev holte sich das Break zum 2:1, bestätigte dieses anschliessend, und der sichtlich frustrierte Laaksonen schleuderte darob seinen Schläger frustriert quer durch die Halle. Eine spielerische Reaktion fand der Schweizer nicht mehr. Nach etwas mehr als anderthalb Stunden beendete Medvedev die Partie standesgemäss mit einem Ass.

Marti und Bossel weiter

Trotz Laaksonens Scheitern stehen die Chancen auf einen Schweizer Turniersieger in Trimbach bei fünfzig Prozent. Denn mit Adrien Bossel und Yann Marti schafften zwei Schweizer den Einzug in die Halbfinals. Der 29-jährige Bossel lieferte sich mit dem zehn Jahre jüngeren Franzosen Enzo Couacaud einen zweistündigen Abnützungskampf. Bossel holte sich den ersten Satz mit 6:3 – wegweisend war dabei das Break zum 4:2. Danach bekam aber der Franzose immer mehr die Oberhand. Beim Stand von 4:3 aus seiner Sicht konnte Couacaud den Schweizer breaken und wenig später nach Sätzen egalisieren. Völlig offen verlief dann der dritte Durchgang. Erst ganz am Schluss konnte Bossel seinem Gegner den Aufschlag abnehmen und das Spiel dank des 6:4-Satzgewinns für sich entscheiden. Weniger Mühe bekundete Yann Marti: Der 27-Jährige setzte sich gegen den Weissrussen Ilya Ivashka mit 7:6 und 6:2 durch. Damit ist Marti der einzige Halbfinalist, der noch keinen Satz abgeben musste.

Die einzige Viertelfinal-Partie ohne Schweizer Beteiligung ging an den Holländer Niels Lootsma. Obwohl der 21-Jährige in Trimbach den Umweg durch die Qualifikation auf sich nehmen musste und mehr Spiele in den Beinen hatte als sein Gegner Kevin Krawietz, gewann er in zwei Sätzen mit 6:4 und 6:2. Der Deutsche fand nie ein Mittel gegen die druckvollen Aufschläge von Lootsma. In den Halbfinals kommt es heute somit zu den Duellen Yann Marti gegen Daniil Medvedev sowie Alain Bossel gegen Niels Lootsma. Zudem steht bereits das Doppel-Finale an, für das sich die beiden topgesetzten Teams qualifiziert haben: Das deutsche Duo Johannes Härteis/Kevin Krawietz trifft auf den Weissrussen Uladzimir Ignatik und den Slowaken Adrian Sikora.


 

17.02.2015

Für den erwarteten Andrang baut das ITF Trimbach extra eine Tribüne

Heute entscheidet sich am ITF Futures-Turnier Trimbach 2016, wer ins Halbfinale einzieht. Die Top-gesetzten Schweizer Tennisspieler Henri Laaksonen, Adrien Bossel und Yann Marti sind alle noch dabei. Für die Endrunden schafft das Organisationskomitee deshalb mehr Platz für die Zuschauer.

Henri Laaksonen - Wird der Davis-Cup-Spieler seiner Favoritenrolle gerecht und zieht ins Halbfinale am ITF Future Trimbach 2016 ein?

Henri Laaksonen – Wird der Davis-Cup-Spieler seiner Favoritenrolle gerecht und zieht ins Halbfinale am ITF Future Trimbach 2016 ein?

Anfang März werden Henri Laaksonen und Adrien Bossel im Davis Cup gegen Italien antreten. Schon heute sind sie in Trimbach am internationalen ITF-Turnier zu sehen. Damit möglichst viele Tennisbegeisterte aus der Region die Spitzenspiele live vor Ort verfolgen können, wird für das Halbfinale und das Finale eine eigene Tribüne aufgestellt. Am Freitag und Samstag finden die Entscheidungen statt.

Yann Marti hatte zuvor eine schwierige Aufgabe zu bewältigen. Sein junger Landsmann Antoine Bellier ging hochmotiviert in das Match gegen den Nationalliga A-Champion vom TC Froburg. Kein Wunder: Der Schweizer Teamcaptain Severin Lüthi hatte ihn am Vortag persönlich in Trimbach beobachtet und daraufhin am Mittwoch offiziell für den Davis Cup gegen Italien nominiert. Doch das 19-jährige Talent hatte sicher schon am Vortag das Signal dafür bekommen.

Mit diesem Rückenwind ging Bellier sogleich mit Break in Führung. Fast schon ein Statement. Nach 2:0-Vorsprung gönnte Yann Marti dem jungen Genfer allerdings in den darauffolgenden zwei Aufschlagspielen nur einen Punkt, so dass ein ausgeglichener erster Satz resultierte, der in den Tie Break mündete. Jetzt machte Bellier in etwas ungestümer Manier die entscheidenden Fehler, so dass sein erfahrener Kontrahent keine Mühe mehr hatte, den Satz in trockene Tücher zu bringen.

Danach war für Marti der Bann gebrochen. Er brachte das Match souverän über die Bühne, alle seine Aufschlagspiele im zweiten Satz glatt durch. Bellier bemühte sich zwar, Druck zu machen. Dabei ging er aber ein ums andere Mal überhastet vor und spielte mit seinen Fehlern Marti in die Karten. Der Favorit hatte nun keine Probleme mehr und gewann mit 7:6 und 6:2.

Zittern für die Turnierfavoriten

Die anderen Aspiranten auf den Titel mussten kämpfen. Adrien Bossel wurde vom Deutschen Marvin Netuschil zweimal in den Tie Break gezwungen, ehe er mit 7:6, 7:6 ins Viertelfinale einzog. Henri Laaksonen tat sich leichter und konnte seinem Gegner Hugo Nys aus Frankreich jeweils früh in beiden Sätzen ein Aufschlagspiel abnehmen. Das reichte, um mit 6:4 und 6:4 als Sieger vom Platz zu gehen. Dagegen wurde die Nummer 6 der Setzliste, der 20-jährige Daniil Medvedev aus Russland, vom erst 17-jährigen Daniel Altmaier richtig gefordert. Obwohl in der Weltrangliste fast 500 Plätze tiefer eingestuft, brachte der Deutsche den Favoriten an den Rand einer Niederlage. Medvedev konnte sich mit 6:2, 2:6 und 6:4 aus der Affäre ziehen. Die Nummer drei der Setzliste, Uladzimir Ignatik, schaffte das nicht. Der Weissrusse musste sich Enzo Coucacaud aus Frankreich geschlagen geben.

Erstrunden-Überraschung Sandro Ehrat aus der Schweiz konnte nach dem Auftaktsieg gegen die Nummer zwei der Setzliste nicht an seine Bestleistung anknüpfen. Trotz schlechterem Weltranglistenplatz gewann der Niederländer Niels Lootsma mit 1:6, 6:3 und 6:4.


 

16.02.2016

Trimbach – Für einen Tag unverhofft Zentrum des Davis Cup-Teams

Geballte Schweizer Power: In der zweiten Runde sind am heutigen Mittwoch ehemalige, jetzige und künftige Schützlinge von Davis Cup-Teamchef Severin Lüthi zu bewundern. Dieser liess es sich gestern nicht nehmen, extra das Tenniscenter Trimbach aufzusuchen.

Davis Cup Teamcaptain Severin Lüthi stattete dem Tennis-Center Trimbach überraschend einen Besuch ab - Am ITF Future Trimbach 2016 beobachete er unter anderem Antoine Bellier

Davis Cup Teamcaptain Severin Lüthi stattete dem Tennis-Center Trimbach überraschend einen Besuch ab – Am ITF Future Trimbach 2016 beobachete er unter anderem Antoine Bellier

Da sass er also. Ganz unvermittelt. Der Macher des Schweizer Tennistraums, der Federer-Entwickler, der Davis Cup Titel-Trainer. Sass plötzlich im Restaurant des Tenniscenters Trimbach: Severin Lüthi. Trimbach, einmal Nabel der Schweizer Tenniswelt. In diesem einen Moment waren ausser Federer und Wawrinka er und alle seine Davis Cup-Spieler hier an diesem Ort versammelt. Henri Laaksonen, die aktuelle Nummer drei des Schweizer Tennissports, Herausforderer Adrien Bossel und Yann Marti ebenso wie der junge Antoine Bellier. Das 19-jährige Talent war für Lüthi der entscheidende Grund gewesen, anzureisen. „Ich wollte mir ein Bild von ihm machen. Wahrscheinlich ist er im Davis Cup gegen Italien erstmals dabei“, klärte Lüthi auf. „Wir möchten Erfolg haben, aber auch Spieler weiterentwickeln“, machte er den jungen Spielern Mut, die sich beweisen wollen. „ITF-Turniere auf Futures-Niveau wie in Trimbach sind ein super Einstieg, um sich an ein höheres Niveau zu gewöhnen“, freute sich der Davis Cup-Trainer, ehe er sich zu seinen Schützlingen in die Lounge gesellte.

Antoine Bellier - von Severin Lüthi für den Davis Cup nominiert - ITF Future Trimbach 2016

Antoine Bellier – von Severin Lüthi für den Davis Cup nominiert – ITF Future Trimbach 2016

Bellier gegen Marti: Ein Schweizer Top-Spiel steht an

Antoine Bellier deutete an, dass man auf ihn setzen kann: Souverän zog er mit 6:4 und 6:3 gegen Constantin Belot (FRA) in die nächste Runde ein. Dort kommt es am heutigen Mittwoch gegen 17 Uhr zum Schweizer Duell gegen Yann Marti. Die Charakterisierungen könnten unterschiedlicher nicht ausfallen: Der eine jung und stets gefasst, der andere erfahren und doch hochemotional.

Schweizermeister Yann Marti wurde seiner Favoritenrolle in der ersten Runde vollauf gerecht. Er fuhr einen ausnahmsweise ganz unaufgeregten, souveränen Sieg zum Turnierauftakt ein. Gegen den Halbfinalisten des Vorjahres, Johannes Haerteis, revanchierte er sich für seine Niederlage vom damaligen Viertelfinale. „Ich bin gut in das Match reingekommen. Danach habe ich solide gespielt. Es geht noch mehr“, resümierte Marti zufrieden. Zu seinen Ambitionen hielt er sich bedeckt: „Ich will einfach weiter von Runde zu Runde schauen. Das Finale habe ich noch nicht vor Augen.“ Am Ende hiess es glatt in zwei Sätzen 6:2 und 6:2.

Der 18-jährige Schweizer Raphael Baltensperger liess sich trotz Breaks nach einer unglücklichen Schiedsrichterentscheidung zugunsten des Franzosen Hugo Nys nicht beirren. Nach 2:3 Rückstand liess er seinem Gegner kein Spiel mehr im ersten Satz und beendete diesen mit 6:3. Nys wies mit Platz 431 gegenüber 1‘445 die wesentlich bessere Weltranglistenplatzierung auf. Dennoch forderte ihn der junge Schweizer auch im zweiten Satz, der mit 5:7 knapp verloren ging. Mit 2:6 im dritten wurde der Abstand zum Ende hin dann deutlicher.

Roshardt liefert Dramatik

Robin Roshardt, Schweizermeister mit dem TC Froburg, bekam es mit dem Japaner Hiroyasu Ehara zu tun. Dieses Match hatte es in sich. Doch erst einmal startete Roshardt nervös und kassierte direkt im ersten Spiel ein Break. Sein Ärger über den verpatzten Auftakt stand ihm im weiteren Verlauf zunächst im Weg, denn immer wieder machte er unnötige Fehler und haderte mit seinen Unzulänglichkeiten. Er gewann nach erstem Aufschlag gerade einmal 44% der Punkte, nach zweitem Aufschlag sogar nur 33%. Und Ehara schien Roshardt, den die ITF nicht einmal im Weltranglistenranking aufführt, nicht zu unterschätzen. Gut möglich, dass Trainer Tobias Klein von Swiss Tennis seinen Schützling aus dem fernen Osten frühzeitig über die Qualitäten seines Gegenspielers aufgeklärt hatte. In seiner Jugendzeit hatte der 27-jährige Roshardt als vielleicht vielversprechendstes Talent nach Roger Federer gegolten, ehe ihm körperliche Probleme einen Strich durch die Rechnung machten. Nach langer Pause stieg der verhinderte Spitzenspieler im Sommer 2015 wieder in den professionellen Turnierbetrieb ein.

Den Satzverlust konnte Roshardt nicht mehr abwenden (1:6). Doch immerhin ging seine Formkurve gegen Ende des ersten Durchgangs rechtzeitig nach oben. Im zweiten Satz fand er endgültig in die Partie. Schlägerwechsel, Schuhwechsel und ein Toilettengang schienen geholfen zu haben. Der Schweizer entdeckte als bestes Mittel gegen den Japaner zudem das Serve and Volley-Spiel. Dadurch konnte er die Ballwechsel oft zügig für sich entscheiden. Hinzu kam eine jetzt etwas höhere Fehlerquote bei Ehara in den ebenbürtigen Grundlinienduellen, ähnlich wie bei Roshardt zuvor. Der dritte Satz war komplett ausgeglichen. Zu Beginn war die Luft etwas raus, aber gegen Mitte des Satzes steigerten sich beide Spieler auf ein erstklassiges Niveau. Roshardts Bälle in die Winkel wurden in dieser Phase unglaublich stark verteidigt vom Japaner. Der Tie Break musste Klarheit bringen. Schnell lag Ehara vorne mit 4:2. Roshardt kam noch einmal ran, allerdings reichte es nicht mehr (6:7 durch 5:7 im Tie Break).

Wiederholung eines Davis Cup-Duells

Henri Laaksonen gegen Tim van Rijthoven – dieses Duell gab es schon einmal. Bereits im September letzten Jahres trafen beide beim Davis Cup der Schweiz gegen die Niederlande aufeinander. Damals gewann die eidgenössische Nummer drei mit 7:6 und 6:3. Auch in der ersten Runde des ITF Trimbach hatte Laaksonen die Oberhand. Welten trennten die Kontrahenten nicht, doch Laaksonen war in den Schlüsselmomenten abgebrühter, während der 18-jährige van Rijkhoven die entscheidenden Fehler produzierte. Mit zwei Assen am Stück und zu null bei eigenem Aufschlag beendete der Schweizer das Match und setzte sich 6:4, 6:4 durch.

Die wichtigsten Partien am Mittwoch aus Schweizer Sicht: Niels Lootsma (NED) gegen Sandro Ehrat, 13.30 Uhr; gefolgt von Henri Laaksonen gegen Hugo Nys (FRA); parallel dazu Adrien Bossel gegen Marvin Netuschil (GER); Antoine Bellier gegen Yann Marti, ca. 17 Uhr.


 

15.02.2016

Heute muss Yann Marti ran: Kaltstart gegen den Halbfinalisten des Vorjahres

Der erste Tag des ITF Trimbach 2016 hielt, was er versprach: Packende Duelle auf hohem Niveau. Und heute steigen die Schweizermeister Yann Marti und Robin Roshardt ein.

Adrien Bossel ist weiter, Marko Osmakcic ist draussen. Heute stehen die nächsten Duelle mit Schweizer Beteiligung an. Das Match von Yann Marti ab 13.30 Uhr hat es in sich: Gegner ist Johannes Haerteis aus Deutschland. Genau dieser Gegner war es, der im Vorjahr das Teammitglied des TC Froburg im Viertelfinale aus dem Turnier warf – und damit am ITF 2015 überraschend das Halbfinale erreichte, ehe er sich dem Finalisten Kirill Dmitriev geschlagen geben musste.
Aktuell bekleidet der 19-jährige die Nummer 733 der Weltrangliste. Auf dem Papier dürfte es also kein Problem für Marti sein, die Runde zu überstehen. Doch im Vorjahr versagten Marti die Nerven. Dieses Mal dürfte er allerdings die nötige Portion Extramotivation verspüren: Weil er eine Rechnung zu begleichen hat und weil der TC Froburg im Sommer 2015 ein kleines Stück Tennis-Heimat für ihn geworden ist, seit er mit dem Club unverhofft den Meistertitel in der Nationalliga A errang. Hinzu kommt: Er ist im Dezember letzten Jahres in der Halle auch noch Schweizermeister im Einzel geworden.

Robin Roshardt - Trifft er am ITF Future Trimbach 2016 im Viertelfinal auf Yann Marti?

Robin Roshardt – Trifft er am ITF Future Trimbach 2016 im Viertelfinal auf Yann Marti?

Auch Robin Roshardt ist ein Heimkehrer (Match-Start nach 17 Uhr). Mit Marti gemeinsam holte er in einem nervenzerfetzenden Doppel-Drama den letzten nötigen Punkt zum Nationallliga-Titel. Zuletzt schien die beiden mehr zu trennen als zu einen. Beim Meisterschaftsfinale im Einzel schlugen sich die Heisssporne auch verbal die Bälle um die Ohren. Alle Aufregung übertrieben, wie beide beteuern? Die neuerliche persönliche Begegnung im Tenniscenter Trimbach wird es zeigen.

Adrien Bossel siegt in knappem Match

Gestern lieferten sich Adrien Bossel und der Italiener Gianluca Mager ganz entsprechend ihrer Weltranglistenplatzierung (361 vs. 323) eine ausgesprochen enge Partie über drei Sätze. Nur im zweiten Satz gewann der Schweizer zwischenzeitlich die Oberhand. Der großgewachsene Spieler des GC Zürich zeigte sich naturgemäss als starker Aufschlagspieler, genau wie sein Kontrahent. Er gab während des gesamten Matches keines seiner Spiele ab, der Italiener nur ein einziges. Doch als die Entscheidung im dritten Satz nahte, musste Bossel plötzlich beim Stande von 4:5 und eigenem Spiel einen Matchball abwehren. Der Schweizer ging daraufhin couragiert in die Offensive und wehrte die Gefahr ab. Im Tie Break spielte er seine Erfahrung aus und sicherte sich den Auftaktsieg zum 6:7, 6:3 und 7:6.

Marko Osmakcic: Erst fokussiert, dann frustriert

Marko Osmakcic, der im letzten Jahr in Trimbach noch fahrig wirkte und ohne Körperspannung, ging sein Match dieses Mal viel konzentrierter an mit dem nötigen Biss. Sowohl das junge Schweizer Talent als auch sein Gegenüber Johan Sebastien Tatlot aus Frankreich probierten, die Initiative zu ergreifen. Das führte zu einem spannenden ersten Durchgang, in dem sich die Gegner nichts schenkten. Die Partie war ausgeglichen mit packenden Grundlinienduellen. Osmakcic punktete mit hartem Aufschlag, guten Returns und zwischenzeitlichen Variationen am Netz. Nach einem Break schien er auf dem richtigen Weg zu sein, doch Tatlot kam zurück und so ging es in den Tie Break. Osmakcic wirkte anfänglich konzentrierter und ging mit 5:2 in Führung. Der zwei Jahre ältere Franzose holte seinen Rückstand allerdings erneut auf und und nutzte bei 7:6 für ihn die erste Gelegenheit zum Satzsieg. Der Schweizer knallte seinen Schläger vor Wut zweifach auf den Boden. Die Reaktion war nur allzu verständlich: Es handelte sich um ein denkbar knappes Ergebnis und zweimal hatte er doch die Chance gehabt, die Partie zu seinen Gunsten zu prägen. Das junge Talent konnte in der Folge seinen Frust jedoch nicht mehr abschütteln und kassiert gleich zu Beginn des zweiten Satzes ein Break. Jetzt war wieder der Osmakcic vom Vorjahr zu sehen, der mehr haderte als die Konzentration auf den nächsten Punkt zu legen. Ihm unterliefen die entscheidenden Fehler, während sich Tatlot nicht mehr die Blösse gab. Am Ende siegte der Franzose 7:6, 6:2.

Ein Schweizer wirft die Nummer zwei aus dem Turnier

Luca Giacomelli aus der Tennisschule Trimbach verlor an der Seite von Marc-Andrea Huesler sein Doppel gegen Niels Lootsma (NED) und Vadym Ursu (UKR). Im ersten Satz hatte das Duo keine Chance (2:6), im zweiten legten die Hoffnungsträger den Respekt ab und verschafften sich sogar ein Re-Break. So wurde es noch ein beachtliches 5:7.

Für die positive Überraschung des Tages sorgte der Schweizer Sandro Ehrat. Oder vielmehr sorgte der an Nummer zwei gesetzte Kanadier Frank Dancevic für die negative. Völlig unmotiviert schlug er zahllose Bälle unbedrängt ins Aus und wirkte dabei merkwürdig gelangweilt. Ab und zu liess er bei einzelnen Punkten durchblicken, dass er unter Umständen in der Lage sein könnte, deutlich besseres Tennis zu spielen. Ehrat reichte dagegen eine grundsolide Leistung mit stabilem Aufschlag zum Erreichen der nächsten Runde. Mit grosser Ruhe brachte er den Sieg nach Hause (6:3, 6:2).


 

14.02.2016

In Trimbach trifft sich das Who-Is-Who des Schweizer Tennis

Wettkampf pur ist ab dem heutigen Montag im Tenniscenter Trimbach angesagt. Fast die komplette zweite Reihe des Schweizer Spitzentennis tritt an, um in Trimbach am ITF den Titel zu erringen.

Der Turnierdirektor des ITF Trimbach hat eine wichtige Entscheidung zugunsten der berufstätigen Zuschauer getroffen: Die Matches werden später angesetzt als ursprünglich vorgesehen. Die letzten drei Spiele starten nicht vor 18 Uhr. Peter „Cobra“ Kühni erklärt: „Wir wünschen uns reges Zuschauerinteresse und sind davon überzeugt, ein spannendes Aufgebot erstklassiger Spieler zu präsentieren. Mit dem verschobenen Beginn haben Sportinteressierte aus der Region die Chance, auch nach der Arbeit im Tenniscenter vorbeizuschauen.“ Das hochkarätigste Abendspiel bestreitet heute der an Nummer zwei gesetzte Frank Dancevic aus Kanada. In der Spitzenzeit seiner Karriere bekleidete er immerhin Weltranglistenrang 61. Derzeit ist er die Nummer 211 der Welt.

Eine Reihe illustrer Namen des Schweizer Top-Tennis spielt ab dem heutigen Montag um den Titel am ITF Trimbach 2016. Praktisch die komplette zweite Reihe des Schweizer Tennis hinter Roger Federer und Stanislas Wawrinka ist vertreten. Spannung ist garantiert – nicht nur sportlich, sondern auch aufgrund persönlicher Eitelkeiten und Eklats in der Vergangenheit. Da wären etwa Schweizermeister Yann Marti und Adrien Bossel, die in der Vergangenheit beide der Meinung waren, einen Platz im Schweizer Davis-Cup-Team für sich beanspruchen zu können. Marti war einst wutentbrannt abgereist, als er sich von Nationaltrainer Severin Lüthi übergangen gefühlt hatte. Robin Roshardt, mit dem sich Marti erst kürzlich einen grenzwertigen Streit auf dem Platz lieferte, ist ebenfalls ins Hauptfeld eingerückt. Er überstand die Qualifikation souverän und fegte seinen letzten Gegner Dominik Böhler mit 6:1 und 6:1 vom Platz. Bereits im Viertelfinale könnten die Finalisten um den Schweizermeistertitel im Einzel, Marti und Roshardt, wieder aufeinandertreffen.

Henri Laaksonen - Die Nummer 3 des Schweizer Davis Cup ist Turnierfavorit am ITF Future Trimbach 2016

Henri Laaksonen – Die Nummer 3 des Schweizer Davis Cup ist Turnierfavorit am ITF Future Trimbach 2016

Die aktuelle Nummer drei der Schweiz hinter Federer und Wawrinka ist Henri Laaksonen. Er ist ebenso am ITF Trimbach zu sehen wie die Top-Talente Marko Osmakcic und Antoine Bellier, die versuchen werden, eine Überraschung zu landen. Die Hoffnungsträger aus der Region konnten sich im Einzel nicht fürs Haupttableau qualifizieren. Einzig Luca Giacomelli hat die Möglichkeit, sich noch zu beweisen. Er tritt im Doppel an der Seite von Marc-Andrea Huesler an und steht nach 18 Uhr auf dem Platz.

Grundsätzlich gibt es zwei fixe Termin-Blöcke pro Spieltag mit je drei Matches. Die ersten Spiele beginnen um 13.30 Uhr. Der Start der anschliessenden Partien ist variabel. Danach folgt der zweite Block des Tages gegen 17 Uhr. Daraus ergibt sich, dass die letzten Matches des Tages nicht vor 18 Uhr starten.

 

Die Highlights des Tages aus Schweizer Sicht werden sein: Gianluca Mager (ITA) gegen Adrien Bossel, 13.30 Uhr; Johan Sebastien Tatlot (FRA) gegen Marko Osmakcic, 17 Uhr; Luca Giacomelli/ Marc-Andrea Huesler gegen Niels Lootsma (NED)/ Vadym Ursu (UKR).


 

13.02.2016

Ein Lokalmatador kann es noch ins Hauptfeld des ITF Trimbach schaffen

Das internationale Tennisturnier von Trimbach wartet erneut mit hochattraktiven Matches von internationalen Top-Spielern auf. Und: Kommt es zum Wiedersehen der beiden Schweizer Meister Marti und Roshardt?

Klingende Namen der Elite des Schweizer Tennissports schicken sich an, die letzte Hürde der Qualifikation zu überwinden: Johan Nikles, Robin Roshardt, Adrian Bodmer, Loic Perret und Jacob Kahoun. Am heutigen Sonntag zwischen 13 und 15 Uhr entscheidet sich, welche acht Spieler des Qualifikationsturniers in der Hauptrunde des ITF Trimbach vertreten sein werden. Ein Trimbacher Eigengewächs hat seine Chance auf die Teilnahme gewahrt. Luca Giacomelli bestreitet seine zweite Partie direkt um 9 Uhr, nachdem er am Samstag in seinem Auftaktmatch mit 6:3, 6:4 überzeugte. Als Nächstes trifft er auf Robin Kern. Gelingt ihm ein weiterer Sieg, muss er noch die dritte Runde überstehen. Robin Roshardt, der Vize-Schweizer Meister im Einzel und Schweizer Meister in der Mannschaft des TC Froburg Trimbach im Sommer 2015 startet ebenfalls um 9 Uhr.

Philipp Ziersch, ein weiterer Schüler der Trimbacher Tennisschule hatte keine Chance. Der Schweizer U-18 Meister Luca Keist mit Trimbacher Wurzeln dagegen gewann sein Auftaktspiel gegen den besserplatzierten Vitaliy Sachko kämpferisch im dritten Satz, obwohl sich nach Satzverlust zunächst eine Niederlage andeutete mit 3:6, 6:1 und 7:5. Gleiches gelang Timo Lanz aus Hägendorf, der ebenfalls sein Match drehte und den nötigen Biss hatte, um den zweiten und dritten Satz äusserst knapp je im Tie Break für sich zu entscheiden. Am Ende hiess es 3:6, 7:6, 7:6. Luca Keist überstand sein Zweitrundenmatch nach grossen Erfolgen in den vergangenen Monaten nicht – sicherlich zurückzuführen auf seine Erkältung und die deutlich höhere Platzierung seines Gegners Niels Lootsma. Auch Timo Lanz schied aus. Aus regionaler Sicht bedauerlich, da beide in der dritten Runde aufeinandergetroffen wären. Das hätte bedeutet, dass ein einheimischer Spieler definitiv im Haupttableau gestanden hätte.

Das Haupttableau startet am Montag. Alle Matches sind kostenlos zu sehen. Gut möglich, dass sich dann Robin Roshardt und Yann Marti Auge in Auge gegenüberstehen. Noch im Sommer 2015 errangen sie gemeinsam den Schweizermeister Titel für den TC Froburg Trimbach. Doch das Aufeinandertreffen hätte eine pikante Note: Im Finale der Schweizer Meisterschaft standen sich beide gegenüber und sorgten gemäss Medien für einen Eklat. Swiss Tennis sprach gar von einem Skandal. Das Medienecho war so gross, dass der Blick die Geschichte auf die Titelseite erhob. Roshardt und Marti dagegen beschwichtigen: Beide würden sich auf ein Wiedersehen freuen. Die ersten Partien beginnen jeweils um 12 Uhr, die letzten um 18 Uhr.


 

Profi‐Tennisturnier:

Neu stehen 25 000 Dollar auf dem Spiel

 

Bei der dritten Austragung des Profi‐Tennisturniers ITF‐Men‘s Future im Tennis‐Center Trimbach (vom 13. bis 20. Februar 2016) erwarten die Organisatoren ein hochkarätiges Feld. Ausser den Stars Roger Federer und Stan Wawrinka sind alle Schweizer Spitzenspieler spielberechtigt.

Während vor einem Jahr die besten Schweizer Spieler hinter Roger Federer und Stan Wawrinka in Trimbach fehlten – sie waren für den Davis‐Cup gegen Belgien aufgeboten, da Federer und Wawrinka aussetzten – sieht die Situation nun verheissungsvoller aus. «In diesem Jahr gibt es keine Konkurrenz durch den Davis‐Cup», weiss Andreas Fischer, Leiter Wettkampf von Swiss Tennis und ergänzt: «In derselben Woche finden in Europa nur ein weiteres 25 000‐Dollar‐Turnier und ein Challenger‐Turnier statt. Es ist also davon auszugehen, dass das Trimbacher Men‘s Future sehr gut besetzt sein wird.»

Darüber sind die Organisatoren um den Unternehmer und Tennisfreund Marc Thommen froh. Der Aufwand für einen reibungslosen Ablauf des Qualifikationsturniers, des Haupttableaus und der Doppelkonkurrenz ist gross. «Aber er lohnt sich», ist Thommen überzeugt. Es ist ihm ein Anliegen, Tennis als Sportart weiter in der Bevölkerung zu verankern. «Das geht nur, wenn wir Spitzenkräfte haben, denen wir aus nächster Nähe zusehen und später nacheifern können.»

Schweizer Spitzenspieler in Trimbach

Einer dieser Spitzenspieler, der in Trimbach um ATP‐Punkte und um das Preisgeld kämpfen will, ist wohl der amtierende Schweizer Meister in der Halle, Yann Marti. Letztes Jahr holte der Walliser mit dem TC Froburg Trimbach im Interclub den nationalen Titel. «Weil aber Meldeschluss erst kurz vor Turnierbeginn ist, kann über die Teilnehmer im Vorfeld nur spekuliert werden», sagt Andreas Fischer von Swiss Tennis. «Ich weiss aber», so Fischer, «dass sich unsere Spieler das Datum des Trimbacher Turniers vorgemerkt haben.» Startberechtigt sind ausser Roger Federer und Stan Wawrinka alle Schweizer Spitzenspieler, da neben den beiden Aushängeschildern keiner unter den Top‐150
figuriert. Besser klassierte Spieler dürfen an einem Future nicht teilnehmen.

Von den Schweizern Spitzenspielern kämpfte zuletzt Henri Laaksonen besonders erfolgreich und kletterte nach Erfolgen in den USA bis auf ATP‐Rang 181. Er ist im Moment unangefochten die Nummer 3 in unserem Land. Weitere Schweizer in der Weltrangliste: Marco Chiudinelli (ATP 282), Adrien Bossel (359), Yann Marti (361) Sandro Ehrat (531), Antoine Bellier (691).

Regionale Spieler mit Ambitionen

Gelingt in diesem Jahr einem der regionalen Spitzenspieler der Sprung ins Haupttableau des ITF Men‘s Future in Trimbach? Rund ein halbes Dutzend regionale Spieler, die den Anschluss an die nationale Spitze suchen, treten ab Samstag, 13. Februar, beim Qualifikationsturnier an. Mit berechtigten Ambitionen steigt der 19‐jährige Trimbacher Luca Giacomelli ins Turnier ein, konnte er sich doch in den letzten Jahren kontinuierlich steigern. Seit diesem Sommer wird er offiziell in der ATP‐Weltrangliste geführt. Erobert hat sich Giacomelli (N3) den ersten ATP‐Punkt bei einem Future in der Türkei. Aufgrund seiner Ranglistenposition ist er direkt für das Qualifikationsturnier gesetzt. Dies gilt auch für Luca Keist (N4) aus Trimbach, aktueller U18‐Vizemeister, der dem TC Froburg ebenfalls
nahesteht und wie Giacomelli direkt ins Qualifikationsturnier einsteigen kann. Mit einer Wildcard des OK‘s für das Qualifikationsturnier können Nico Borter (N3) und Dario Huber (N4) rechnen. Auch Timo Lanz (N4) und Micha Lanz (N4) dürfen sich für einen Einsatz berechtigte Hoffnungen machen. Wann die regionalen Spieler im Einsatz stehen, ist per Internet (www.itftennistrimbach.ch) nach der Auslosung am Freitag, 12. Februar, zu erfahren. Unter dieser Internetadresse können auch aktuelle Resultate abgefragt werden.

Weltklasse‐Spieler ab ATP 150

Schön wäre es aus regionaler Sicht, wenn sich der eine oder andere Akteur für das Haupttableau qualifizieren könnte, das am Montag, 15. Februar beginnt. Hier wird die Luft allerdings dünn, werden doch eine Reihe von Spielern um ATP‐Rang 200 und besser erwartet. Der Fokus liegt auf jungen Talenten aus ganz Europa. Zu den Favoriten gehören aber auch erfahrene Spieler, die wegen Verletzungen zurückfielen und jetzt wieder um den Anschluss an die Top‐100 kämpfen. Die deutschen Sieger der Vorjahre, Andreas Beck (2014) und Daniel Brands (2015) gehörten in diese Kategorie.

Offizieller Organisator dieses Turniers des Internationalen Tennisverbandes (ITF) ist Swiss Tennis. Der Schweizer Verband hat seinerseits die Organisation an das Trimbacher OK um Marc Thommen delegiert, ist aber beim Turnier mit seinen Spezialisten vor Ort.

Aktuelle Informationen: www.itftennistrimbach.ch

 


 

Trimbacher Kid‘s Day
am Mittwoch, 17. Februar:

Jetzt anmelden!

Im Rahmen des Profi‐Tennisturniers in Trimbach wird in diesem Jahr zusammen mit Swiss Tennis ein Kids Day für Kinder von 5 bis 12 Jahren organisiert. Das Programm beginnt am Mittwoch, 17. Februar, mit einem gemeinsamen Mittagessen und sieht danach Spiele mit Ball und Schläger vor, geleitet von anerkannten Tennislehrern und ‐leitern. Tenniskenntnisse braucht es keine, die Ausrüstung wird zur Verfügung gestellt. Jedes Kind erhält zudem ein Geschenk. Eine Anmeldung (bis 12. Februar) ist nötig, da maximal 40 Kinder teilnehmen können.

Informationen/Anmeldung: www.oltennis.ch

 


 

PROGRAMM

ITF Men‘s Future vom 13. bis 20 Februar
im Tennis‐Center Trimbach

• Sa/So, 13./14. Februar
Qualifikationsturnier mit zahlreichen regionalen Spielern. Sa/So ab 8 Uhr.
• Mo, 15. Februar
Start zum Hauptturnier. Die erste Runde finden ab 12 Uhr mittags statt, die 2. Runde folgt
anschliessend. 3. Runde um 16 Uhr, 4. Runde anschliessend.
• Mi, 17. Februar
Kids‐Day
• Fr, 19. Februar
Halbfinals um 14 und 16 Uhr
• Sa, 20. Februar
Final um 14 Uhr, anschliessend Siegerehrung.

Der Eintritt ist gratis. Am Freitag und Samstag wird ein Center‐Court mit kleiner Tribüne aufgebaut.

Alle Infos, die laufenden Partien und aktuelle Resultate unter:
www.itftennistrimbach.ch